Donnerstag, 31. März 2011

Kleine Frühlingssonnen gegen den Regen

Motiv: Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) vom 29. März 2011
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/250


Einige der Frühblüher haben rein gelbe Blüten: Natürlich einige Krokus und Osterglocken, wilde (und gezüchtete) Tulpen. 

Motiv: Huflattich (Tussilago farfara) vom 4. März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/250


Aber auch von den wild wachsenden Pflanzen gibt es gelbe Vertreter, so zum Beispiel das "Unkraut" Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) mit den glänzenden Nektarblättern, den Winterling (Eranthis hyemalis), das gelbe Buschwindröschen (Anemone ranunculoides), den Huflattich (Tussilago farfara), die Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) ....

Motiv: Wiesenschlüsselblümchen (Primulaveris ) mit Wiesenschaumkraut im Hintergrund vom 21. April 2010
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm |



....und das hier wesentlich häufigere Wald-Schlüsselblümchen (Primula elatior). Ein weiterer sehr schöner gelber Frühblüher ist das Adonisröschen, das hier aber leider nicht wächst.

Motiv: Hohes Schlüsselblümchen oder Waldschlüsselblümchen (Primula elatior) vom 5. April 2010
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 70-200mm @145mm | F3,5 | 1/250


Zwar weder gelb noch ein Frühblüher, aber doch auch zum Frühling gehörend sind die Wollschweber, von denen ich einen ersten schon durch die Sonne habe schweben sehen.


Motiv: Wollschweber (Bombylius spec.) vom 2. April 2010
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm |

Samstag, 26. März 2011

Gras-Auge

Motiv: Blindschleiche vom 24.März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/20


Diese Blindschleiche traf ich bei Sonnenuntergang. Offenbar hatte sie die letzten Sonnenstrahlen und die Rückwärme der Steine am Mäuerchen aufgenommen. Langsam machte sie sich durchs Gras auf in ihr Nachtquartier.

Montag, 21. März 2011

Frühlingsanfang

Motiv: Frühlingshungerblümchen (Erophila verna) mit Moos vom 1.März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/500


Auch im Kalender ist nun endlich Frühling, während sich auf den Wiesen das Leben ja schon länger regt.

Motiv: Frühlingshungerblümchen (Erophila verna) vom 2.März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125

 
Seit einigen Wochen blühen die Frühlungshungerblümchen (Erophila verna), immer mit die ersten Frühblüher (noch vor Huflattich) und sicherlich gehören sie zu den kleinsten.

Motiv: Frühlingshungerblümchen (Erophila verna), Blütenknospe, vom 2.März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/320


Mehr Infos zu den Hungerblümchen gab es schon letztes Jahr in einem Artenportrait.



Mittwoch, 16. März 2011

Märzbecher - Leucojum vernum

Ein Artenportrait

Motiv:Blick in die Märzbecherblüte vom 12. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon KIT 17-85mm Retro | F5,6 | 1/30 | ISO400


Pünktlich zum März sind die Märzbecher / Märzenbecher / Frühlingsknotenblumen / Leucojum vernum aufgeblüht - nicht nur in den Gärten sondern auch auf Wiesen mit Waldrand im Schwarzwald. 


Motiv:Märzbecher vom 12. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/400




Der Lebensraum der Märzbecher neben Auwäldern auch nährstoffreiche Wiesen. An dem von mir besuchten Standort war die Bevorzugung sehr feuchter Gebiete auffällig: Überall, wo kleine Bächlein flossen, waren deutlich mehr Pflanzen versammelt. 


Motiv: Märzbecher am Bachrand vom 12. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 123mm | F13 | 1/8 



Wie viele Frühblüher hat der Märzbecher eine Zwiebel, die etwa 20cm unter der Erde liegt. Die Pflanze zieht sich im Sommer schon wieder unter die Erde zurück. 

Motiv: Märzbecher vom 12. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | analog | Offenblende | 1/500



Die Blütezeit ist etwa von Februar bis April. Die Pflanzen erscheinen etwas mächtiger als das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). Im Unterschied zum Schneeglöckchen sind beim Märzbecher die sechs Perigonblätter ("Blütenblätter") sind alle gleich lang. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der grüne Tupfen an der Spitze jedes Blütenblatts. 

Motiv: Märzbecherdetail: Blütenblätter vom 12. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm + Zwischenring | F5 | 1/30 


Bestäuber sind erste Bienen und Schmetterlinge, wobei beim Schließen der Blüten auch Selbstbestäubung möglich ist.

Motiv: Märzbecher vom 5. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/250 


Im allgemeinen trägt jede Knolle bzw. jeder Blütenstiel nur eine Blüte - manchmal sind es aber auch zwei:

Motiv: Märzbecher vom 5. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/1000


Und manchmal stehen die Blüten auch nach oben, statt zu hängen:
Motiv: Märzbecher vom 5. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/640


Die Pflanzen sind giftig und geschützt

Motiv: Märzbecher vom 12. März 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/200


Literatur: Düll, Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands, Wiebelsheim 2005.

Dienstag, 8. März 2011

Es hat doch noch geklappt

.....die Schwanzmeisen wenigstens einmal diesen Winter zu fotografieren. Sie sind nur kurze und seltene Gäste und kommen meist zu zweit: eine mit hellem Kopf und eine mit gestreifter Kopfzeichnung.

Motiv: Schwanzmeise vom 21. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm, Ausschnitt | F4 | 1/100

Donnerstag, 3. März 2011

the same procedure....

....as every year.
Ich hatte einen Hortensien-Beitrag ja schon angekündigt - hier ist er. 


Motiv: Hortensie vom 8. Januar 2011 (ein Versuch, in Richtung high-key zu gehen)
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,4 | 1/250


Jedes Jahr - genauer: jeden Winter - zieht es mich zu einem Motiv: die Hortensie im Garten. 

Motiv: Hortensie vom 7. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | analoges 135mm | Offenblende | 1/50

Ihre vergleichsweisen großen Scheinblüten sind noch an den Rispen zu sehen und geben schöne Motive. 

Links: Motiv: Hortensie vom 23. März 2009 (ein Versuch, sich den Scheinblüten und ihrem "Schmetterlingscharakter" mit Unschärfe zu nähern).
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8  | 1/80

Rechts:Motiv: Hortensie vom 8. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8  | 1/80


Insgesamt ist das Ganze aber sehr schwierig. In den Strauch als Motiv Ordnung zu bringen ist schwer und schon mit einem vertrockneten Blütenstand ist superviel los im Bild. Ein Detail herauszugreifen ist auch schwer, weil die Blütenstände so verästelt sind. 

Motiv: Hortensie vom 8. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | analoges 135mm | Offenblende | 1/125

Wenn die Sonne untergeht, ergibt sich aber schon früh im Winter ein schönes Licht und die Bäume im Hintergrund ermöglichen ansprechende Hintergründe mit Flares und vielem mehr.

Motiv: Hortensie vom 8. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | analoges 100mm | Offenblende | 1/320



Außerdem gibt sich die Möglichkeit, sich mit vielen Objektiven zu versuchen und zu vergleichen.

Motiv: Hortensie vom 16. November 2009
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/160


In diesem Post zeige ich eine Auswahl der Hortensienbilder von drei Jahren. Denn jedes Jahr entstehen andere Ergebnisse, die sich sehr von denen im jeweils vorangehenden Winter unterscheiden.

Motiv: Hortensie vom 8. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | analoges 135mm | Offenblende | 1/100

Montag, 28. Februar 2011

Auf ausgetretenen Pfaden...

...bewegt er sich. 

Motiv: Spitz vom 23. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,8 | 1/1000


Für mich transportiert dieses Bild - mehr als viele andere Bilder vom Spitz - sein momentanes Leben und den Eindruck des alten, fast blinden, fast tauben Hundes, der auf wohlbekannten Wegen durch seine kleine, überschaubare Welt läuft. Über die Terasse zum Garten ist er sicher tausende male gegangen und weiß nun auch ohne Sinneseindrücke, wo das Geländer ist, wo die Treppe beginnt und aufhört und wie man um den Teich läuft, ohne hineinzufallen.

Freitag, 25. Februar 2011

"Winterblüten"

Motiv: Samenstand der Waldrebe (Clematis vitalba) vom 13. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Analoge 100mm | F4 | 1/250 | ISO200


Der Titel ist vielleicht nicht ganz korrekt: Es gibt zwar Pflanzen, die im Winter blühen (beispielsweise Christrosen), doch heute zeige ich hier Samenstände. Denn diese bleiben oft bis in den Winter hinein und länger bestehen. 


Motiv: Samenstand der Kanadischen Goldrute (Solidagoe canadensis) vom 16. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2 | 1/125

Die von mir meist fotografierten Samenstände sind von Hortensie, Waldrebe und von der Kanadischen Goldrute. Der Hortensie widme ich einen eigenen Post, da ich sie schon mehrere Jahre fotografisch verfolge und da sie im Gegensatz zu Waldrebe und Goldrute im Garten und nicht in den Rheinauen steht. 


Motiv: Samenstand der Waldrebe (Clematis vitalba) vom 13. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F5 | 1/100 | ISO200


Die gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) ist eine Liane und gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae),  zu der beispielsweise auch die Buschwindröschen, "Butterblumen", Küchenschellen und der Wasserhahnenfuß gehören. Im Winter fallen oft die flauschig erscheinenden Samenstände ins Auge: Die behaarten Griffel dienen als Flugorgan.


Motiv: Samenstand der Waldrebe (Clematis vitalba) vom 13. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Analoge 100mm | F4 | 1/250 | ISO200


Sie wächst bevorzugt in Auwäldern und Waldrändern, ich sehe sie auch oft entlang von Bahnschienen. Frühling und Sommer finde ich sie wenig auffällig, sie klettert eben an anderen Pflanzen empor und bildet einen "grünen Vorhang". Dabei kann sie die überwucherte Pflanze durch Lichtentzug schädigen und dünnere Äste "erwürgern". 


Motiv: Samenstand der Kanadischen Goldrute (Solidagoe canadensis) vom 3. Januar 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/800


Die kanadische Goldrute (Solidago canandensis) gehört zu den Körbchenblütler (Asteraceae), zu der auch Löwenzahn, Margerite, Gänseblümchen und Kornblume gehören. Bei der Kanadischen Goldrute handelt es sich um einen Neophyten - also eine eingebürgerte Pflanze. Bevorzugte Lebensräume sind Ruderalstellen, nährstoffreiche Böden und Auwälder. 


Motiv: Samenstand der Kanadischen Goldrute (Solidagoe canadensis) vom 16. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/1600


Durch ihre extreme Ausbreitung und die geringen Möglichkeiten, sie zu beseitigen, kann sie intakte Ökosystem schädigen und einheimische Pflanzen verdrängen. Sie verbreitet sich durch Samen (über 10.000 pro Spross) und erfolgreich vegetativ durch unterirdische Ausläufer. Das Rhizom kann so dicht sein, dass über Quadratmeter hinweg nichts anderes mehr steht. Das Entfernen und Beschädigen des regenerativen Rhizoms kann dazu führen, dass aus jedem Stückchen eine neue Pflanze wird - werden die Bruchstücke verteilt (z.B. über Bäche), kann sich so eine neue Population bilden und bald auch etablieren. 


Motiv: Samenstand der Kanadischen Goldrute (Solidagoe canadensis) vom 3. Januar 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/1000