Sonntag, 24. Oktober 2010

Lichtnetz

Motiv:Spinnennetz im Abendlicht vom 22. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Minolta 135mm mit Adapter MC/EOS | ZR 20mm |  F3,5 | 1/125 | -2

Montag, 18. Oktober 2010

Herbstfärbung

Motiv: Bunte Buchenblätter vom 1. November 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/200


Bald setzt in den Wäldern wieder die Herbstfärbung ein.
Beerchen und Pilze, die ersten bunten Blätter, kündigen den Herbst schon an.
Motiv: Rotes Blatt vom 5. November 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/80


Grund genug, mal einen Blick ins Archiv und in die letztjährigen Herbstblätterbilder zu werfen!
Motiv: Goldenes Buchenblatt vom 24. Oktober 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 180mm | F3,5 | 1/250

Warum werden eigentlich im Herbst die Blätter bunt?
In einem Blatt sind verschiedene Farbstoffe enthalten. Beispielsweise viele Carotionoide (gelbe und rote Farbstoffe) und Chlorophyll. Das grüne Chlorophyll überlagert das Jahr über die anderen Farbstoffe. Da es für den Baum lebensnotwendig und energieaufwändig in seiner Herstellung ist, wird es im Herbst von den Blättern herausgeholt und im Stamm gelagert, damit es durch den Blattabwurf nicht verloren geht. 

Motiv: Bunte Buchenblätter vom 24. Oktober 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 180mm | F3,5 | 1/4000


Der Baum wirft seine Blätter auch deshalb ab, weil im Winter das viele Wasser in den Zellen gefrieren würde und dann die Blätter dadurch absterben würden. Vor dem Blattabwurf bildet sich ein Trenngewebe zwischen Ast und Blatt, so dass keine "Wunde" entsteht. 

Motiv: Detail eines Blattes vom 1. November 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F16 | 0,4sec


Außerdem verlieren Pflanzen über ihre Blätter Wasser. Da im Boden das Wasser gefroren ist, kann im Winter nur schwer neues Wasser aufgenommen werden und die Pflanze wäre der Gefahr des "Verdurstens" ausgesetzt, wenn die Blätter noch am Baum wären und das Wasser abgäben. Im Gegensatz zu Laubblättern haben Nadelblätter einen besseren Verdunstungsschutz, z.B. durch die dicke Wachsschicht.

Motiv: Bunte Buchenblätter vom 29. Oktober 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/80

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Herbstzeit ist Beerenzeit!

Motiv: Ligusterbeere (Ligustrum vulgare) vom 19. November 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F4 | 1/320


Die Früchte reifen und das Laub wird bunt. Neben Birnen, Nüssen und Kastanien reifen auch letzte Brombeeren, Hagebutten, Holunder, Liguster und Wein.
Die roten Blätter des wilden Weins leuchten zur Zeit an jeder Ecke hervor. Dazwischen finden sich die kleinen, blauen und ungenießbaren Früchte. 

Motiv:Beere vom Wilden Wein (Parthenocissus quinquefolia) vom 12. Oktober 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/500

Freitag, 8. Oktober 2010

Morgentau

Motiv: Betropftes Spinnennetz vom 8. Oktober 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4 | 1/320


Er verzaubert die Wiesen in ein glitzerndes Meer mit vielen - erst jetzt richtig auffallenden - Spinnennetzen.
Schnell bekommt man beim Fotografieren nasse Hosen,

Motiv: Betropftes Spinnennetz vom 8. Oktober 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,5 | 1/125


...während die Tröpfchen mit der Zeit immer kleiner werden. 
 
 
Motiv: Betropftes Spinnennetz vom 8. Oktober 2010  
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/500


Schwer ist es bei den Tropfenbildern, eine gut wirkende Schärfe zu bekommen - oft genug stellt sich die Frage: Den Tropfen an sich oder die enthaltene Spiegelung scharf stellen? 

Motiv: Betropftes Spinnennetz vom 8. Oktober 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,5 | 1/160

Taucht man richtig in diese kleine Welt ein, kann man sogar den Eifelturm sehen...

Motiv: Betropftes Spinnennetz vom 8. Oktober 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4 | 1/250

Sonntag, 3. Oktober 2010

Ausflug in den Hochschwarzwald

Motiv: See im Hochschwarzwald vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 21mm | HDR aus 2 Aufnahmen | F1


Am Sonntag machten wir einen Tagesausflug in den Schwarzwald.
Unter anderem wanderten wir zu einem kleinen See, an dem wir uns ein paar Stunden aufhielten.

Gleich vor Ort wurden wir von einer Grünen Huschspinne (Micrommata virescens) begrüßt, die bestens getarnt im Schachtelhalm saß. 

Motiv: Weibchen der Grünen Huschspinne (Micrommata virescens) vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/500


In den See mündet ein kleiner Waldbach, der zugleich in seiner Umgebung für ein Quellmoor sorgt. Darin waren viele (seltene) Pflanzen und Tiere zu finden: 
Die alpine Gebirgsschrecke Miramella alpina subalpina (die bei jedem Fotoversuch davon hüpfte); 
eine kleine Eidechse;
viele kleine Kröten und Frösche, die wohl gerade aus dem See kamen;
Binsen;
Wollgras;
unterschiedliche Moose, darunter auch verschieden farbige Torfmoose,
Farne,
....
Motiv: Blick ins Quellmoor vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 28mm | F11 | 1/80


Eine sehr schöne Pflanzen konnten wir in voller Blüte finden: Das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris).Wie der Name schon andeutet, bevorzugt es sumpfige Standorte. Die Grundblätter sind herzförmig, der Stengel nicht beblättert. 

Motiv: Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/500


Das Sumpf-Herzblatt hat eine sehr interessante Blütenökologie:
Zum Einen ist es vormännlich, d.h. die Staubbeutel entwickeln sich, bevor die Narben sich öffnen. Dabei reift jeden Tag eines der insgesamt 5 Staubblätter heran, öffnet sich und wird dann abgeworfen. Die Staubbeutel öffnen sich nach oben, so dass die Insekten meist am Baum den Pollen aufnehmen. 
Erst wenn alle Staubbeutel abgeworfen wurden, öffnen sich die Narben und können bestäubt werden (bei der hier fotografierten Blüte der Fall). 
Zum Anderen handelt es sich bei Parnassia um eine Täuschblume: Sie täuscht Insekten viel Nektar vor, den sie aber gar nicht bietet. Die im Bild gut zu sehenden "Tröpfchen" auf den Nektarblättern wirken wie süße, klebrige Nektartröpfchen - sind in Wirklichkeit aber fest und bieten gar keinen Nektar. Zudem vertrömt die Blüte in den ersten Tagen einen intensiven Nektargeruch, der weitere Bestäuber (meist Fliegen) anlockt. 
Die dunklere Aderung der Blütenblätter führt die Insekten in die Mitte, wo sie die Narben bestäuben können. Weitere Bestäuber lockt die Pflanze mit einer im Vergleich zur Umgebung ca. um 2-3°C wärmeren Temerpatur im Zentrum bei den Griffeln an.


 Mitten im Moos versteckt, schon im Rückzug zur Winterruhe...


Motiv: Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) in Torfmoos (Sphganum) und Besenheide vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/200

... fanden wir ein ganz besonderes Highlight.....

Motiv: Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,0 | 1/125

 ...Drosera rotundifolia, der Rundblättrige Sonnentau!
D. rotundifolia ist die häufigste der drei einheimischen Sonnentau-Arten. Auf der Blattoberfläche sitzen verführerische, glitzernde Tautropfen, die jedes Insekt zu einer Landung einladen.
Die Kostprobe des "Taus" endet tödlich - Sonnentau ist eine fleichschfressende Pflanze. Mit jedem Befreiungsversuch verklebt sich das Insekt mehr und mehr in den Tropfen, bis es schließlich an Erschöpfung stirbt. Über die Tautropfen werden Verdauungssekrete abgesondert, welche das Insekt auflösen und der Pflanze die Nährstoffe verfügbar machen.
Mit Hilfe dieser "Zusatznahrung" ist es dem Sonnentau und dem auch dort gefundenen Fettkraut möglich, an nährstoffarmen Orten gut zu überleben.

Motiv: Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/250

Fotografisch gesehen, ist der rundblättrige Sonnentau sehr undankbar. Die kleinen Blättchen (etwa 5mm im Durchmesser) liegen bestenfalls flach auf dem Boden auf - meist aber sidn die Pflanzen völlig im Torfmoos versteckt und es schaut nur hier und da ein Blättchen heraus. Und nicht alles, was rot im Torfmoos leuchtet, ist auch Sonnentau! Als Verwechslungsmöglichkeit auf den ersten Blick dient vor allem das rote Sphagnum (Torfmoos), aber auch Preiselbeeren und kleine rote Blättchen.



Motiv: Weide im Hochschwarzwald vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 27mm | Polfilter | F11 | 1/40


Am Spätnachmittag wanderten wir wieder zurück, um am Abend noch eine kleine Runde rund um das Dörfchen zu drehen.

Motiv: Blick ins Tal vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 35mm | HDR aus 2 Aufnahmen | F11


Begleitet wurden unsere Wege immer von einer kleinen Pflanze, die ich auch nur aus höheren Lagen kenne: dem Augentrost (Euphrasia).

Motiv: Augentrost (Euohrasia spec.) vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/500


Auch der Augentrost hat - wie die beiden bereits vorgestellten Pflanzen - eine besondere Eigenschaft: Es handelt sich um einen Halbschmarotzer. Mit Senkerwurzeln dringt er in die Wurzeln seines Wirtes ein und holt sich von ihm Wasser und Nährsalze. Ein Halbschmarotzer ist er deshalb, da er selbst grüne Blätter hat und somit zur Photosynthese fähig ist und eigene Zucker herstellen. Vollschmarotzer sind im Gegensatz dazu ohne Chlorophyll und beziehen ihre komplette Lebensgrundlagen von ihrem Wirt.
In der Signaturenlehre ging man davon aus, dass Pflanzen anzeigen, welche heilende Wirkungen sie haben. Da in der Blüte Ähnlichkeiten zu einem Auge gesehen wurden, wurde Augentrost (wie der Name auch sagt) gegen Augenleiden eingesetzt. Forschungen haben mittlerweile ergeben, dass Augentrost tatsächlich wirksam ist - so wird Euphrasia beispielsweise in der Homöopathie gegen Augenentzündungen und Heuschnupfen eingesetzt.


Neben der schönen Landschaft und Pflanzen im Hochschwarzwald habe ich auch den ältesten und knorzigsten Holunder in einem Bauerngarten gesehen, den ich kenne:

Motiv: Holunder vom 20. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,8 | 1/250



Dienstag, 21. September 2010

Utricularia australis - Wasserschlauch

Ein Artenportrait

Motiv: Blüte vom Wasserschlauch (Utricularia australis) vom 13. August 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/320


Beim Wasserschlauch handelt es sich um eine fleischfressende Pflanze. Die Gattung Utricularia ist mit über 200 Arten die artenreichsten Gattungen fleischfressender Pflanzen. Einige aquatische Arten kommen auch in Deutschland vor. 
Dadurch, dass sie nur bedingt auf das vorhandene Nährstoffangebot angewiesen sind, können fleischfressende Pflanzen Extremstandorte besiedeln. An nährstoffreichen Standorten werden sie oft verdrängt. U. australis scheint mir ein relativ breites Toleranzspektrum bzgl. der Wasserqualität zu haben.

Motiv: Blüte vom Wasserschlauch (Utricularia australis) vom 13. August 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/800 | +1


Die fotografierten Pflanzen habe ich in einem kleinen Baggersee gefunden - wie auch schon beim Wasserhahnenfuß musste ich für die Bilder mit der Ausrüstung ins Wasser. Meist sieht man nicht viel vom Wasserschlauch, lediglich im Sommer ragen die etwa 1-2cm großen schönen gelben Blüten etwa 10cm aus dem Wasser empor. 

 Motiv: Blüte vom Wasserschlauch (Utricularia australis) vom 10. August 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,5 | 1/60 


Die restliche Pflanze schwimmt ohne Bodenverankerung frei im Wasser (was das Fotografieren deutlich erschwert - jede Bewegung kann zu einem Wegtreiben der Pflanze führen). Auch sonst lässt sich die Pflanze nur schwer in Spross und Blätter einteilen. Sie ist stark verzweigt und trägt viele kleine Fangblasen, dazu unten mehr.
Es gibt auch terrestrische Utricularia-Arten, die ihr Netzwerk mit den Fallen unterirdisch haben und oberirdisch neben den Blüten auch Blätter haben. 
Zur Überwinterung werden Knospen gebildet, die auf den Boden absinken. 

Motiv: Fangblasevom Wasserschlauch (Utricularia australis)
Aufnahmedaten: Canon 40D | Stack aus 36 Aufnahmen
Bild von Robert Severitt - Danke!

Der Fangvorgang
Der Wasserschlauch hat nur wenige Milimeter große Saugfallen, in denen ein Unterdruck herrscht. Kleine Tiere berühren die Haare, wodurch die Falle aufgeht. Durch den Unterdruck wird das Wasser vor der Falle mit dem Tier eingesaugt, die Falle schließt wieder. Der Öffnungs- und Schließvorgang dauert weniger als 2 Milisekunden und gehört damit zu den schnellsten Bewegungen im Pflanzenreich. 

Motiv: Blüte vom Wasserschlauch (Utricularia australis) vom 13. August 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/1600

Montag, 13. September 2010

Sonnenuntergang

Motiv: Sonnenuntergang mit Schattenriss von Weinberg und Schwarzwald vom  2. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 35mm | F16 | 1/200

Mittwoch, 8. September 2010

schon etwas herbstlich

Motiv: Herbstpinne (Metellina segmentata) im Heidekraut (Calluna vulgaris) vom  27. August 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125


Obwohl die Fotos noch Ende August entstanden, habe ich schon sehr herbstliche Eindrücke. 
Im Wald die Herbstspinne in Heidekraut / Besenheide hängen zu sehen, ist für mich immer ein kleiner Herbstbote und ein herbstliches Motiv. 

Mal hängen sie mitten im Netz.....
Motiv: Herbstpinne (Metellina segmentata) im Heidekraut (Calluna vulgaris) vom  27. August 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/125


....mal geht ihnen etwas ins Netz......
(wobei die Biene sich befreien konnte und die Spinne nach Inspektion ihrer Beute auch kein Interesse an ihr zeigte - durch den Stachel zu gefährlich?)
Motiv: Herbstpinne (Metellina segmentata) im Heidekraut (Calluna vulgaris) vom  27. August 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 |1/200 


...und mal sitzen sie mitten im hübschen Heidekraut am Signalfaden.
Motiv: Herbstpinne (Metellina segmentata) im Heidekraut (Calluna vulgaris) vom  27. August 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/160