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Dienstag, 12. April 2011

Frühblüher-Massen

Motiv: Buschwindröschen (Anemone nemorosa) vom 27. März 2011
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2 | 1/500


Momentan explodiert die Natur förmlich - gestern konnte ich die ersten Orchideen fotografieren, die ich aber noch nicht zeigen möchte. In den letzten Tagen war ich viel draußen und habe viel fotografiert, sodass ich gar nicht recht weiß, wo ich mit dem Zeigen anfangen soll....


Motiv: Buschwindröschen (Anemone nemorosa) vom 27. März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | analog | F2,8 | 1/100


....am besten bei den schon wieder abblühenden und verschwindenden Frühblühern. Konkret bei einer Blume, die mich seit meiner Kindheit mit ihren Teppichen begleitet: das Buschwindröschen (Anemone nemorosa).

Motiv: Buschwindröschen (Anemonenemorosa) mit Milbe vom 5. April 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 7-200mm @ 200mm | F4,0 | 1/60


Auch Blüten können Lebensraum sein. In dieser habe ich ein kleines Insekt gefunden, vermutlich eine Milbe. Es ist möglich, dass sie dort auf ein bestäubendes Insekt gewartet hat, an das die Milbe sich heftet und parasitiert oder auch das Insekt nur als "Taxi" auf dem Weg zum Wirt nutzt. 

Motiv: Buschwindröschen (Anemone nemorosa) vom 27. März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2 | 1/200



Jedes Jahr aufs Neue treten sie in regelrechten Massen auf und bedecken in Auwäldern und Parks den Boden:

Motiv: Buschwindröschen (Anemone nemorosa) vom 21. März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/400



Dieses Jahr habe ich versucht, diese Massen darzustellen, was wesentlich schwieriger ist, als ein Einzelexemplar schön zu fotografieren.

Motiv: Torro in Buschwindröschen (Anemone nemorosa) vom 28. März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 89mm | F3,2 | 1/125



Und ab und zu bekommt man während der Fotografie auch Besuch - zum Beispiel von Nachbars Hund.

Motiv: Buschwindröschen (Anemone nemorosa) vom 25. März 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/200



Manchmal findet man zwischen all den Buschwindröschen auch gelbe, die auch zwei Blüten pro Pflanze tragen können. Dabei handelt es sich um eine eigene Art, Anemone ranunculoides.

Motiv: Gelbes Buschwindröschen (Anemone ranunculoides) vom 10. April 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2 | 1/200

Montag, 28. Februar 2011

Auf ausgetretenen Pfaden...

...bewegt er sich. 

Motiv: Spitz vom 23. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,8 | 1/1000


Für mich transportiert dieses Bild - mehr als viele andere Bilder vom Spitz - sein momentanes Leben und den Eindruck des alten, fast blinden, fast tauben Hundes, der auf wohlbekannten Wegen durch seine kleine, überschaubare Welt läuft. Über die Terasse zum Garten ist er sicher tausende male gegangen und weiß nun auch ohne Sinneseindrücke, wo das Geländer ist, wo die Treppe beginnt und aufhört und wie man um den Teich läuft, ohne hineinzufallen.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Schneespiel

Motiv: Lucie  vom 4. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2| 1/3200


Der Wintereinbruch letzte Woche verärgerte viele: es ist kalt, es ist glatt, die Straßen sind nicht geräumt, die Züge haben Verspätung....
Es freuen sich aber nicht nur die Kinder beim Schlittenfahren,sondern auch die Hunde!

Motiv: Joey vom 4. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2| 1/1000


Und wie beim Schlittenfahren gilt auch hier: Zu zweit macht's noch mehr Spaß!

Motiv: Lucie & Joey vom 4. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2| 1/800
 
Motiv: Lucie & Joey vom 4. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2| 1/4000

Motiv: Joey & Lucie vom 4. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2| 1/1600


Die Wintersonne wärmt etwas beim Laufen, denn die Zweibeiner rennen nicht ganz so viel. 

Motiv: Lucie vom 4. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2| 1/4000


Lucie & Joey scheinen sich an der Kälte nicht zu stören - auch nicht an vereistem Fell und Schnee-Schnautzen.

Motiv: Joey vom 4. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 169mm | F3,2| 1/1000


Fotografisch ist der schwarz-weiße Hund ja sowieso nicht einfach, spielende Hunde nicht einfach, Schnee-Aufnahmen nicht einfach - aber ein spielender, schwarz-weißer Hund im Schnee.......

Motiv: Joey & Lucie vom 4. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2| 1/1000

Samstag, 20. November 2010

Grauer Ritter

Motiv: Spitz vom 20. November 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,4 | 1/8000


....gemeinsam machten wir einen kleinen Gang bei Morgensonne durch den Garten.....

Motiv: Spitz vom 20. November 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,8 | 1/400


....mit einer kleinen Verschnaufpause.....


Motiv: Spitz vom 20. November 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,8 | 1/400


...bei der der Atem in der kühlen Morgenluft kleine Wölkchen bildet.....

Motiv: Spitz vom 20. November 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,4 | 1/2500


Donnerstag, 15. Juli 2010

Lucie wird 2 - Einblicke in ihre Welpenzeit

Motiv: Lucie vom 9. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/80


...wurde der Spitz gerade 15, wird die Kleine (bzw. Große) 2. 
Lucie ist ein Mischling: Mama ist eine Berner Sennen, Papa ist ein Neufundländer. Sie wuchs auf einem Bauernhof mit einigen anderen Hunden und Tieren auf. 

Anlässlich ihres Geburstages gibt es einige Einblicke in ihr Welpenleben.

Motiv: Lucie vom 24. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125


Im Vergleich zum Spitz war sie ein relativer braver Welpe. 
Es wurde kein Korb, kein Tisch, kein Seidenschal zerlegt und auch nichts von der Anrichte geklaut. 

...aber es wurde gebuddelt.
und das nicht zu wenig. 

Motiv: Lucie vom 24. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/160


Im Zuge ihres Buddelwahns musste auch der Kräutergarten, die Nachzucht der Steineiche und eine Rose dran glauben. Alle wurden mehrfach ausgegraben. 

So sah man sie oft genug mit Drecknäschen und braunen Pfoten. 
Buddeln geht ja auch wunderbar, wenn man so riesige Pfoten hat. 

Motiv: Lucie vom 24. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/200


Schnell merkte sie, dass Buddeln in der Wiese neben der Terasse nicht gerne gesehen wird - die Folge war: Sie buddelte nur noch heimlich und unbemerkt. 
Und die Löcher wurden immer größer. 
Während wir dachten: "Das Loch haben wir doch eben zu gemacht, da ist es schon wieder", dachte sie wohl "wo ist denn mein Loch hin? Nun muss ich von vorne anfangen!"


Sie hatte ein erlebnisreiches Welpenleben:

....Hundefreunde treffen und durch die Wiesen kugeln.....

Motiv: Lucie vom 8. Januar 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/1000


....in die Welpenschule gehen.....
....lernen, wie man Schuhe bindet.....

Motiv: Lucie vom 9. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/100 bzw. 1/60


....mit ihrer ganzen Kraft alte Schuhe zerlegen und das Futter bis zum letzten Fetzen herausholen....
Motiv: Lucie vom 9. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125
....nach dem Buddeln baden gehen.....
oben: Motiv: Lucie vom 20. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125
unten links: Motiv: Lucie vom 25. Dezember 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/400
unten rechts: Motiv: Othello und Lucie vom 21. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/15

....sich abtrocknen.....

Motiv: Lucie vom 21. November 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125


...Quark essen und die Öhrchen gleich auch mit Quark versorgen.....

Motiv: Lucie vom 30. November 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/30


 ....die große weite (Tier)Welt (mit Sicherheitsabstand) erkunden....

Motiv: Lucie vom 30. bzw. 24. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/500


....sich dabei ab und zu verlaufen....

Motiv: Lucie vom 30. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/80


....bellen lernen....

Motiv: Lucie vom 9. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125


....unbedingt mit dem Spielzeug der "Großen" spielen müssen....

Motiv: Lucie vom 12. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/250


....nach so einem langen Tag ist man dann müüüde....
Motiv: Lucie vom 19. April 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/40


....aber nie länger als 2 Stunden!

Sie buddelte nicht nur Löcher, sie akzeptierte im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Hunden auch keine Zäune (und tut das immer noch nicht): 

Motiv: Lucie vom 7. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125


Weder den Schneckenzaun um den Gemüsegarten, noch der Zaun um die Wiese. 
"Was interessiert mich der Zaun, da kommt man doch drüber" sprach sie und weg war sie. 
Vorbild dafür waren wohl Nachbars große und kleine Hunde, die schlichtweg drübersprangen, um zur hübschen Lucie zu gelangen. 
Die Folge war ein Aufdoppeln des Zaunes, was sie mit großen Augen verfolgte....

Motiv: Lucie vom 7. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125


....und mittlerweile hat sie gelernt, die Türe zu öffnen.....

Motiv: Teddy und Lucie vom 24. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/100


(Die Besuche des Jack Russels wurden immer weniger, je größer die Lucie wurde: So hatte er anfangs ein leichtes Spiel mit dem tapsigen Welpen. Doch gegen einen großen Neufundländer-Mischling kommt man dann doch nicht mehr so leicht an. Sie hat viel bei ihm gelernt, was Taktik und wendiges Reagieren angeht)

Ganz unschuldig war sie aber dennoch nicht: Klatblütig mordete sie ein Quietschtier nach dem anderen....
das Küken beispielsweise überlebte nur einen Abend - an dem quietschte es aber auch so viel, wie andere Quietschtiere ihr ganzes Leben lang nicht....

Motiv: Lucie vom 17. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/60


...und der Pinguin, der 10 Jahre Nora überlebte, hat nicht nur ein Loch bekommen....


Ab und zu leerte sie den Papierkorb, bastelte mit viel Eifer viele Schnipsel und verteilte sie im ganzen Haus.

Motiv: Lucie vom 23. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/20


Sie hat sich aber auch bemüht, sie wieder aufzufegen.

Motiv: Lucie vom 7. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125


Nicht immer so begeistert war unser Spitz: Damals 13, schon etwas blind und taub, wollte er in seinem wohlverdienten Schlaf nach 10 ruhigen Jahren ohne Welpen nicht viel von so einem Nervenbündel wissen. 

Motiv: Lucie vom 12. Oktober 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/250


Sie dagegen - jung, frech, übermütig - wollte nicht verstehen, dass er nicht spielt. 
Er ist ein völlig friedlicher Hund und wehrt sich nicht - läuft nur davon. 
Was dazu führte, dass wir regelmäßig den Spitz vor der Lucie durch Türen schließen "retten" mussten (und müssen)...

...alle Welpen sind süß, aber dieser war es doch ganz besonders....

Motiv: Lucie vom 29. Dezember 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/125











...und heute? 

Heute ist sie ein großer, stattlicher Hund. Sie schwimmt. Sie taucht. Sie tobt mit anderen. Sie ist frech. Sie liegt immer mitten im Weg. Sie rennt. Sie spielt. Sie ist ein toller Wald- und Wiesenhund. Sie freut sich über andere Hunde. Sie ärgert den Spitz nicht mehr ganz so viel. Sie öffnet die Zauntüre. Sie liebt den Schlamm. Sie rennt durch Röhren. Sie zerlegt sämtliche greifbaren Äste binnen weniger Minuten in Sägespäne.



Und sie ist ihrer ersten Hundeliebe treu geblieben: Der erste ausgewachsene Hund, den sie neben Spitz hier traf, war Pascha. Anfangs voller Angst vor dem "riesigen" Labrador wurde ihre Zutrauen zunehmend größer und heute sind die beiden kaum zu halten, wenn sie sich sehen. Ist Pascha da, ist alles andere chancenlos. 



Dienstag, 6. Juli 2010

15 Jahre Spitz

Rückblick auf ein Hundeleben



Vor 15 Jahren bekamen wir unseren Wolfsspitz, gebürtiger Bayer.... 
die Namenssuche war alles andere als einfach: Peterle und Ludwig standen im Raum - und Spitz. 
Und letzterer wurde es, der Name passt: Er ist ein Spitz, benimmt sich wie ein Spitz und heißt Spitz....
...und meist nervt er seit 15 Jahren den ganzen Tag:
- steht im Weg
- liegt im Weg
- hechelt laut
- regt sich übertrieben über Nachbars Hunde auf (da stellen sich ihm die Nackenhaare auf)
- bellt ohne Grund
dafür aber umso länger
- verteidigte uns früher vom Balkon aus gegen die Autos auf der anderen Seite der Straße, der Bahnlinie und des Flusses
- denkt nur ans Fressen und beginnt bereits 3 Stunden vor Essensausgabe zu nerven (und wird jeden Tag bestätigt: Würde er uns nicht immer an sein Fressen erinnern, wäre er schon längst verhungert!)
- schleppt an seinen vielen Haaren beständig "Andenken" ins Haus - und verteilt sie sorgfältig überall
- er hat einen 7. Sinn für offene Türen und nutzt sie sogleich für einen selbständigen Gang nach draußen
- schreit panisch auf und rennt davon, wenn man über ihn steigen will
- spielt den großen Macho und ist ein Riesen-Angsthase
- hat bis in die Haarspitzen und im Umkreis von 5cm Nervenzellen, die ihm signalisieren, wenn sich jemand nähert und befürchtet sogleich, man tut ihm was
- markiert die frisch gepflanzten Rosen ("So ein Sauschwein!")
- die Liste liese sich wohl endlos fortsetzen. 
Und doch möchte man ihn nicht missen: Hier ein kleiner Einblick und Rückblick auf ein ereignisreiches Leben.
Die meisten Bilder (v.a. die Welpenbilder) stammen noch aus analogen Zeiten...


...ein seltener Anblick, der Spitz auf dem Schoß: Und es dürfte wohl auch eines der letzten Male gewesen sein, denn eines Tages beschloss er: "Ich bin kein Schoßhund!". Jeder weitere Versuch, ihn hochzunehmen endete in ärgerlichem Bellen und gellenden Schreien. 

Im Nachhinein betrachtet, war das graue Fellknäuel als Welpe nicht gerade schön.... und es verwundert fast, dass sich daraus so ein schöner Hund entwickeln konnte! 
Übrigens: Er war der Schönste seines Wurfs!
Auf beiden Bildern ist als weiterer Hund Dina, unsere damalige Berner Sennenhündin, die er überlebt hat, zu sehen. 

Als Welpe hatte er es faustdick hinter den Ohren.... er war nicht nur der Schönste, sondern auch der Frechste:
So zerkleinerte er binnen weniger Nächte den extra gekauften Hundekorb - was zur Folge hatte, dass alle weiteren Hunde keinen Korb mehr bekamen.
Den Lieblingseinkaufskorb hat er danach an- und zerknabbert. 
Es folgte der Seidenschal. 
Der teure antike halbrunde Tisch im Flur. 
usw. 
usw.
Und im unbeaufsichtigten Moment stibizte er Kalbfleischröllchen von der Anrichte.


...eines Tages sorgte Wolfsspitzbesuch für Verwirrung: "Wie ist denn der Spitz rausgekommen, der sollte doch drinnen sein?" fragten wir uns spontan. Beim 2. Blick zeigte sich dann: Doppelgänger! Wir hatten Spitz-Besuch aus dem Nachbartal (links der unsrige).

Insgesamt war er immer ein lehrreicher Hund, der - hat er einmal verstanden, was man wollte - auf alles hochgeklettert ist und tapfer über Stämme lief:




Im Alter von ca. 2-3 Jahren gab es ein für den Spitz einschneidendes und prägendes Erlebnis:
Zwei riesige Kaltblüterpferde mit einer Kutsche erdreisteten sich im Rahmen eines Kindergeburtstags auf den Hof zu fahren.
Das war zuviel für seine Nerven: Sooo große Tiere! Dieser Gestank! Gegen seinen Willen in sein Revier eingedrungen!
Die Aufregung bei ihm war riesig und hinterließ nachhaltig Spuren: So war er sein Leben lang jedes Mal völlig aus dem Häuschen und aufgebracht, wenn er kilometerweit entfernt das Klappern von Pferdehufen hörte und ließ sich nicht beruhigen....
Leider gibt es vom Zusammentreffen (und vom Größenvergleich) von Spitz und Riesenpferden kein Foto...


Sein ganzes Leben dreht sich um zwei Gedanken: Fressen und Fressen. 

...und um die Überzeugung, dass er der einzige und größte Hund der Welt ist. Sowieso gehört die ganze Welt ihm.

Verhasst dagegen ist ihm das Bad. 
Jedes Mal, wenn wir ihn (nur wenige Male insgesamt) baden wollten, entwischte er klatschnass und eingeseift und rannte durchs Haus. 
Meist war es auch ein Meisterwerk, ihn überhaupt ins Bad zu bekommen. Er ahnte immer schon, was bevor stand und war verschwunden. 

Trotz seiner Wasser-Angst spricht erstaunlicher Weise nie etwas gegen ein Fuß- und Bauchbad im Teich (hier noch frisch angelegt).

Nach dem Tod der Dina bekam er einen zweiten Weggefärhten, die Nora: wieder Berner Sennen-Hündin.. 
Die beiden bildeten 10 Jahre ein treues und harmonisches Team:

Bis heute ist er ein kinderlieber Hund, mit dem man alles machen konnte - was ich als Kind auch tat..
 ...ob als alte Dame, kesser Tennisspieler, cooler Cowboy oder in Winterausrüstung, er macht immer eine gute (und geduldige) Figur:


Mit etwa 10 Jahren wurde er von einem wild gewordenen Bernhardiner angegriffen und verlor soviel Blut, dass niemand an ein Überleben glauben konnte - doch als zäher Bursche hat er es gepackt.

Weiter weiß er es sich immer und überall bequem zu machen. 
Und zu schlafen - wie es sich als Wachhund gehört, aber immer mit einem offenen Auge...



Heute mit 15 Jahren ist sein Leben ruhiger geworden und die Nase und das Gesicht weiß geworden: Taub und beinahe blind schläft er nun viel, tief und fest - was er zuvor nie tat. 

Und auch unsere Nora hat er überlebt und mit Lucie einen lebensfrohen und übermütigen neuen Wegbegleiter, die ihn respektlos vom Thron stürzte und ihn auf den letzten Platz im Rudel verwies (was zu erheblichen Haarvolumenverlust an der einst so prächtigen Ringelrute führte). 

Meist ist sie ihm zu wild - sie dagegen versteht nicht, dass er nicht spielt - doch ist sie nicht da, stimmt er ein einsames Wolfsgeheul an....