Samstag, 9. Juli 2011

Krabben...spinnen

Motiv: Veränderliche Krabbenspinne  (Misumena vatia) vom  3. Juli 2011, gelbe Färbung, Weibchen, auf Kreuzkraut (Senecio)
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/400

Zwar habe ich noch einiges an Orchideen, doch möchte ich die Orchideen-Serie zunächst einmal unterbrechen. 


Jeden Sommer beobachte ich die Veränderliche Krabbenspinne in wunderschönem gelb auf dem Kreuzkraut. Krabbenspinnen bilden keine Netze aus, sondern jagen ihre Beute "aktiv": Dabei lauern sie mit ausgebreiteten Armen an Blättern oder Blüten und packen das zum Bestäuben anfliegende Insekt. Den Namen "Krabbenspinne" haben sie wohl aufgrund der beiden Vorderbeinpaare, die länger und kräftiger ausgebildet sind, wodurch die Spinne nicht unähnlich einer Krabbe erscheint. 

Motiv: Veränderliche Krabbenspinne  (Misumena vatia) vom 24. April 2011, weiße Färbung, Weibchen
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/100

Die veränderliche Krabbenspinne (Misumen vatia) hat ihren Namen aufgrund ihrer Fähigkeit, die Farbe ihres Untergrunds anzunehmen: Spinnen auf gelben Blüten sind gelb, auf weißen Blüten weiß. Auch leicht bläuliche Exemplare können vorkommen und oft tragen sie (zwei rote) Streifen auf dem Rücken. Manchmal erscheint die Tarnfarbe nicht passend, aber die Jagd ist dennoch erfolgreich, denn Insekten sehen die Farben anders als Menschen. 


Motiv: Veränderliche Krabbenspinne  (Misumena vatia) vom  5. August 2008, weiße Färbung mit roten Streifen, Weibchen, mit Fliege
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F4,5 | 1/50


Das Weibchen wird einen knappen Zentimeter groß und fängt beachtliche Beute: Honigbienen sind Standard, aber auch Schmetterling sind möglich. Das Männchen bleibt wesentlich kleiner. Nach meinen Beobachtungen sind Krabbenspinnen sehr standorttreu und können mehrere Tage auf der gleichen Pflanze bzw. Blüte beobachtet werden. Am einfachsten findet man eine Krabbenspinne dann, wenn man eine Biene unbeweglich unter einer Blüte hängen sieht...

Motiv: Veränderliche Krabbenspinne  (Misumena vatia) vom 1. Juli 2011, gelbe Färbung, Weibchen, auf Kreuzkraut (Senecio), mit Honigbiene; typischerweise beim Fressen unter der Blüte
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/250


Es gibt noch viele weitere Gattungen und Arten. In warmen Gebieten findet sich Thomisus ornustus, bei der ebenfalls die Färbung variieren kann. Diese gelbe Variante sitzt auf einem Sonnenröschen, Helianthemum

Motiv:Thomisus ornusts vom 11. Juni 2010 auf Sonnenröschen.
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm


Etwas südlicher habe ich diese Heriaeus-Art gefunden, die unglaublich gut getarnt auf dem Stein sitzt und den Falter zur Beute hatte.

Motiv: Heriaeus spec. von 2007 mit Falter
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | Südfrankreich
 

Montag, 4. Juli 2011

Die Orchidee des Jahres

Platanthera bifolia - Zweiblättrige Waldhyazinthe

Motiv: Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) vom 21. Mai 2011, Einzelblüte. Gut sichtbar die parallel ausgerichteten Staubbeutelfächer.
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F7,1 | 1/13


Die Zweiblättrige Waldhyazinthe wurde von den Arbeitskreisen Heimische Orchideen zur Orchidee des Jahres 2011 gewählt. Sie wird bis zu 50cm hoch, der Blütenstand hat einige kleine Blättchen und zwei grundständige länglich-ovale Blätter. 

Motiv: Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) vom 23. Mai 2009
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/400


Ein Blütenstand trägt bis zu 50 weiße, locker stehende, stark duftende Blüten. Die Grundfarbe der Blüten ist weiß, die Lippe kann leicht grünlich gefärbt sein. Auffallend ist der dünne nach hinten abstehende Sporn mit 3-4cm Länge.
Die Waldhyazinthe blüht ab Mitte Mai in lichten Wäldern und Magerwiesen auf leicht saurem Boden. Sie ist auch im Tiefland zu finden.
Gründe für ihren Rückgang ist die zunehmende Verbuschung, Düngung und Aufforstung.

Motiv: Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) vom 23. Mai 2009, Blütenstand
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm |


In der Gattung gibt es noch eine zweite Art (P. chlorantha), von der sich P. bifolia vor allem durch die parallel ausgerichteten Staubbuetelfächer unterscheidet (Die Staubbeutelfächer von P. chlorantha gehen nach unten hin auseinander).

Motiv: Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) vom 21. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5 | 1/25


Orchidee des Jahres 2011 beim Arbeitskreis Heimische Orchideen.


Mittwoch, 29. Juni 2011

Fliegende Tiger

Motiv: Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) vom 25. April 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F4,5 | 1/250


Sie sind schwarz-gelb gestreift, schnell und lautlos. 
Wie Tiger.
Nur etwas kleiner. 
Und sie können fliegen: 
Keiljungfern. 

Keiljungfern (Gattung Gomphus) gehören innerhalb der Großlibellen zur Familie der Flussjungfern (Gomphidae). In Deutschland gibt es 4 Arten in der Gattung Gomphus: Die Gemeine Keiljungfer G. vulgatissimus, die Westliche Keiljungfer G. pulchellus, die Asiatische Keiljungfer G. flavipes und die Gelbe Keiljungfer G. simillimus. In Deutschland sind sie relativ selten und stehen wie alle Libellen unter Schutz.

Motiv: Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) vom 25. April 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F3,5 | 1/800


Anfang des Jahres fanden wir G. vulgatissimus, gut zu erkennen an den komplett schwarzen Beinen. G. vulgatissimus steht auf der Roten Liste der Bundesrepublik auf der RL2 (stark gefährdet), in Baden-Württemberg ist sie "nur" gefährdet: Das Vorkommen hat hier hat bundesweit Bedeutung. 
Sie fliegt vor allem von Mai bis Juli. Das Erscheinungsbild ist vergleichsweise kompakt und gedrungen, die Spannweite liegt bei 6-7cm. Sie entwickelt sich in sauberen und sandigen Fließgewässern. Die bevorzugte Nahrung am Fundort waren offenbar Eintagsfliegen, die es dort in Massen gab. Zur Nahrungsaufnahme landeten sie regelmäßig, was einige Fotos ermöglichte.

Motiv: Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) vom 22. Mai 2011, älteres Männchen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F6,3 | 1/100



Von der Keiljungfer begeistert, suchten wir weitere Arten. Gehofft hatten wir alle vier zu finden, was bisher nicht geglückt ist. Aber die Westliche fanden wir. Im Vergleich zu G. vulgatissimus ist sie viel schlanker und zierlicher, das Abdomen ist nicht keulig verdickt. 

Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) vom 22. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 188mm | F6,3 | 1/200


Die Unterscheidung von den anderen drei Arten ist hier nicht ganz so einfach, es kommt vor allem auf die artspezifische Thorax(=Brust)-Zeichnung an. G. pulchellus entwickelt sich als einzige Art der Familie in stehenden Gewässern. Sie fliegt von Mitte Mai bis Mitte August und steht auf der Vorwarnliste, in Baden-Württemberg ist sie gefährdet.

Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) vom 22. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F6,3 | 1/160


Schließlich durften wir noch etwas besonderes beobachten: Die Jagd und das Fressen einer Federlibellen-Paarung. Glücklicherweise landete die Libelle mit ihrer Beute sehr nah bei uns und ließ auch Fotos zu. 

Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) mit Federlibellen-Paarung (Platycnemmis pennipes) vom 13. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5 | 1/640


Die Keiljungfer hatte die beiden offenbar am Thorax des Weibchens gepackt und schob diese dann erstmal nach vorne, so dass sie am Abdomen des Weibchens mit Fressen beginnen konnte.
Das Männchen muss wohl mitbekommen haben, dass es lebensgefährlich ist und "zappelte" / schlug heftig mit den Flügeln und versuchte loszukommen. Das gelang auch in letzter Sekunde und es konnte gerade nochmal davon fliegen - offenbar keine Liebe bis in den Tod....Das Männchen ist nur auf dem ersten Bild zu sehen. 

Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) mit Federlibellen-Weibchen (Platycnemmis pennipes) vom 13. Mai 2011, das Männchen ist bereits weg
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F6,3 | 1/400

Das Weibchen dagegen wurde gefressen. Beim Klammergriff der Keiljungfer näherten sich die Köpfe immer mehr (Bild 3+4). Vorne sahen wir, wie sich die Mundwerkzeuge öffneten und schlossen, was uns an Hilfeschreie erinnerte.
Man muss sich ein wenig in die Bilder einsehen, um im Gewusel aus Grashalmen die Libellen zu sehen und alles richtig zuzuordnen. 

Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) mit Federlibellen-Weibchen (Platycnemmis pennipes) vom 13. Mai 2011, Köpfe übereinander
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/1600


Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) mit Federlibellen-Weibchen (Platycnemmis pennipes) vom 13. Mai 2011, Köpfe übereinander, das Abdomen der Federlibelle zwischen den Grashalmen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5,6 | 1/1800

Sonntag, 19. Juni 2011

Zwei Unscheinbare

Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 21. Mai 2011, Einzelblüte
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4,0 | 1/10


Mit Orchideen werden meist prachtvolle Blüten assoziiert - diese Familie weist aber auch noch ganz andere Pflanzen auf. Der bereits vorgestellten recht "untypischen", sogar parsitisch lebenden, Vogelnestwurz folgen heute zwei weitere unscheinbare Orchideen:
Das große Zweiblatt (Neottia ovata, früher Listera ovata)

Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 21. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5,0 | 1/8


und der Ohnsporn (Orchis anthropophora). 

Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 14. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 90mm | F5,0 | 1/40


Letzterer hat aufgrund seiner Blütenform auch den Beinamen "Hängender Mensch". Bei manchen Exemplaren des Ohnsporns ist die Rotfärbung intensiver als bei den hier gezeigten Pflanzen. Ohnsporn ist relativ selten und seine Verbreitung konzentriert sich auf den Westen und Südwesten Deutschlands, dringt aber nach Norden vor. Ich habe nur wenige Pflanzen, die auf offenbar eine Stelle konzentriert waren, gefunden.

Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 18. Mai 2011, 3 Pflanzen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 145mm | F2,8 | 1/400


Beide Arten wachsen sehr schlank nach oben und tragen viele kleine (unscheinbare) Blüten. 

Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 14. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 90mm | F3,1 | 1/160


Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 22. Mai 2009, Blütenstand
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 180mm | F5,6 | 1/80


Das Große Zweiblatt trägt seinen Namen nicht umsonst - es hat nur zwei (große, bis 14cm) eiförmige, gegenständige Blätter. Die Pflanzen blühen Mai bis Juni und sind praktisch in ganz Deutschland vertreten, da sie sehr tolerant ist. 
Außerdem gibt es auch das Kleine Zweiblatt.

Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 13. Juni 2009, Gesamtpflanze mit den beiden namensgebenden großen Blättern unten
Aufnahmedaten: Canon40D

Mittwoch, 15. Juni 2011

Let's play!

Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 70mm | F3,2 | 1/160


Das Pfingstwochenende gab mir Gelegenheit, etwas für mich relativ neues zu fotografieren: Spielende Katzen. Genau genommen drei Kater.

Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 145mm | F3,2 | 1/400


Als erstes vorstellen möchte ich Felix: Die schönste, größte und liebste Katze, die ich kenne. Eben ein ganz besonderer. 

Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 96mm | F3,2 | 1/100


Mit einer beachtlichen Schnurrbart- und Augenbrauenlänge bis 12cm! Besonders liebenswert, wenn er sie nach vorne stülpt ;-)

Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 135mm | F3,2 | 1/60


Da er schon ein etwas älterer Herr ist, lässt er es beim Spiel ruhig angehen: Meist (auf dem Rücken) liegend und mit seiner großen Tatze nach einem Zwirn oder Grashalm oder Schatten greifend.

Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 70mm | F3,2 | 1/160


Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 89mm | F3,2 | 1/1600


Sein Mitbewohner ist Picasso - der verrückteste Kater den ich kenne. 
Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/800


Da er Fremden gegenüber sehr ängstlich ist, sehe ich ihn meist auch nur davonrennen. Doch meine Anwesenheit kann ihn nicht vom Spielen abhalten - auch wenn er regelmäßig wieder unter der Hecke verschwindet, bevor er einen neuen Angriff auf den Grashalm startet.

Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F6,3 | 1/200


Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/500


Picasso ist extrem schnell in seinen Bewegungen und Reaktionen, so dass es kaum möglich ist, ihm zu folgen. Er ist ein exzellenter Jäger und frisst - im Gegensatz zu vielen anderen Hauskatzen - seine Beute mit Haut und Haaren, bzw. Federn. 

Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/500



Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/800



Und dann wäre da noch Paulchen. Paulchen gehört eigentlich zu den Nachbarn, ist aber im Laufe der Zeit umgesiedelt zu den anderen beiden. Noch sehr jung, ist er extrem verspielt.

Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 139mm | F3,2 | 1/1250


So kam es dann auch, dass er kurze Zeit das Spiel mit Felix beobachtete und ihn dann nichts mehr halten konnte:

Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 151mm | F3,2 | 1/400


...er schießt aus der Hecke hervor, überrumpelt Felix und übernimmt das Spiel.

Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 118mm | F3,2 | 1/200

Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 75mm | F3,2 | 1/2000


Dass er der Jüngste und Übermütigste der drei ist, macht sich auch beim Fotografieren bemerkbar und häufig sprengt er den eigentlich vorgesehenen Bildaufbau.

Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 75mm | F3,2 | 1/800


Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 91mm | F3,2 | 1/500

Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 100mm | F3,2 | 1/500


Für einen einzigen Katzenbeitrag wollte ich keine eigene Kategorie anlegen und hatte kurzzeitig überlegt, sie zu den Hunden zu packen - was ich dann doch unterlassen habe. Nun müssen sie eben mit den "Anderen Tieren" - also vor allem den Fröschen - vorlieb nehmen. 


Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 135mm | F3,2 | 1/250

Samstag, 11. Juni 2011

Nachtrag: Spitzenfleck-Weibchen

Das Weibchen des Spitzenflecks ist im Artenportrait Spitzenfleck / Libellula fulva nun auch endlich mit einer Draufsicht versehen, auf der man auch sehr schön die namensgebenden dunklen Flecken an den Flügelspitzen sehen kann: 

Motiv: Spitzenfleck (Libellula fulva), Weibchen vom 4. Juni 2011 mit dunklen Flügelspitzen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4,0 | 1/800

Dienstag, 7. Juni 2011

Parasiten

Motiv: Blüten der Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis), vom 12. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F9 | 1/15


Auch in der Pflanzenwelt gibt es Parasiten und Schmarotzer. Dabei wird zwischen Voll- und Halbschmarotzern unterschieden: 

Vollschmarotzer sind relativ leicht zu erkennen, denn sie haben kein Chlorophyll (grüner Blattfarbstoff zur Photosynthese) und haben daher eine braune Farbe. Sie sind vollständig auf ihren Wirt angewiesen und "bekommen" von ihm sämtliche Nährstoffe.
Motiv: Zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus), vom 22. Mai 2009
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/3200
Halbschmarotzer haben dagegen Chlorophyll, machen also eigenständig Photosynthese und brauchen "nur" Wasser von ihrem Wirt. Die Mistel als Aufsitzer auf unterschiedlichen Bäumen ist wohl eines der bekanntesten Beispiele eines Halbschmarotzers. Das Wurzelsystem dieser Pflanzen ist im Verhältnis zur Pflanzengröße sehr gering.

Motiv:Sommerwurz (Orobanche spec.), vom 12. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/250


Parasitierende Pflanzen haben sogenannte Haustorien / Senkerwurzeln, mit denen sie das Wirtsgewebe anzapfen.
Motiv: Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense), vom 11. Juni 2010
Aufnahmedaten: Canon40D | Canon 50mm | F1,6 | 1/1600
Zu den Schmarotzern gehören unter anderem die Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae), in die neben der Sommerwurz (Gattung Orobanche) auch Augentrost (Gattung Euphrasia), Klappertopf (Gattung Rhinantus) und Wachtelweizen (Gattung Melampyrum)gehören. Letztere sind Halbschmarotzer und teilweise sehr schön - insbesondere der Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense) mit seinen magenta-farbenen Hochblättern, der Kamm-Wachtelweizen (Melampyrum) mit gesägten Hochblättern. 
Motiv: Augentrost (Euphrasia spec.), vom 19. September 2010
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/250


In der Systematik hat sich in letzter Zeit einiges getan, sodass in manchen Werken einige der genannten Arten auch unter den Rachenblütler (Scrophularicaeae) zu finden sind.

Motiv: Wachtelweizen (Melampyrum spec.), vom 23. Mai 2009
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/200


Es gibt sogar eine schmarotzende Orchidee: Die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis), ein Vollschmarotzer auf einem saprophytischen Pilz mit unscheinbaren bräunlichen Blüten und kleinen Schuppenblättern.

Motiv: Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis), vom 12. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4 | 1/250


Motiv: Blüten der Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis), vom 12. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F9 | 1/15