Sonntag, 20. Februar 2011

Bewohner des "Grünen Wohnzimmers"

Motiv: Haubenmeise vom 19. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4 | 1/200 | ISO250


Verschiedene Singvögel finden sich den Winter über an der Fütterung im "grünen Wohnzimmer" bei uns - mit Blick ins Wohnzimmer der Zweibeiner. 
Quantitativ vorne sind auf jeden Fall die Kohlmeisen, dicht gefolgt von den kleinen, vorwitzigen Blaumeisen. Zwischen dem Fressen werden bereits die Nistkästen inspiziert. 

Motiv: Kohlmeise vom 19. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2 | 1/200 | ISO250


Es gibt auch einige seltenere Gäste wie z.B. die Schwanzmeisen, die nur zweimal beobachtet wurden und sich leicht von den Kohlmeisen vertreiben ließen. 
Und es gibt fotoscheue Gäste wie die Buchfinken und Rotkelchen am Boden oder teilweise die Sumpfmeise. 
Zu fotografieren sind sie alle nicht leicht - die kleinen Meisen sind extrem "wuselig" und halten selten still.... Da 200mm letztlich auch etwas kurz sind, handelt es sich bei allen Bildern um Ausschnitte. 

Motiv: Blaumeise vom 19. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4,5 | 1/200 | ISO250


Zu den Wintergästen gehört auch eine ganz besondere Meise: Die Haubenmeise. Ihre Anwesenheit kündigt sie immer mit ihrem hier unverkennbaren Trillern an und lässt sich weder von Kohlmeisen noch von Beobachtern und / oder Fotografen stören. Immer, wenn sie etwas entdeckt oder aufgeregt ist, stellt sich ihre Haube zum Trillern auf :-) 
Leider war sie in den letzten Jahren immer nur ein Wintergast - dieses Jahr ist sie schon relativ lange hier, vielleicht bleibt sie? Neben den kleinen Federbällchen (Schwanzmeisen) ist die Haubenmeise mein absoluter Lieblingsgast.

Motiv: Haubenmeise vom 6. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4,5 | 1/60 | ISO320


Freitag, 11. Februar 2011

Stacheliges Zuhause

Motiv: Eichhörnchen vom 6. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4 | 1/160


Die große Araucarie bietet mit ihren Stacheln vielen Tieren ein Zuhause. 
Wenn die Balz der Eichhörnchen beginnt, dann rennen die Tiere alle Jahre wieder über die gleichen drei nebeneinander stehenden Bäume im Garten: Araucarie, Ginkgo und Wellingtonia.

Motiv: Eichhörnchen vom 6. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4 | 1/40


Das Fenster im Dachgeschoss erlaubt kleine Einblicke in die mittlere / obere Etage der Araucarie. 
Lange sind die Eichhörnchen aber nie an Ort und Stelle und außerdem viel schneller hinauf und hinunter geklettert als ich auf der Treppe....

Motiv: Eichhörnchen vom 6. Februar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4 | 1/200

Samstag, 5. Februar 2011

Die Welt der Moose



Motiv: Laubmoos mit Sporophyten vom 16. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/60


Moose bleiben oft unbeachtet, dabei gibt es alleine in Deutschland etwa 1000 Arten und man trifft sie vielerorts an: Selbverständlich im feuchten Wald, aber auch im Rasen und zwischen Pflastersteinen, auf Mauern und Bäumen. 

Motiv: Laubmoos mit Sporophyt vom 16. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/50


Insbesondere die Torfmoose haben mit ihren moorbildenden Eigenschaften eine wichtige Funktion im Ökosystem. Aber auch andere Moose dienen im Wald als Wasserspeicher und regulieren den Wasserhaushalt. Im Gegensatz zu vielen Samenpflanzen sind sie poikilohydrisch, d.h. sie überleben eine Austrocknung und können mit neu aufgenommenem Wasser wieder weiterleben.

Motiv: Laubmoos mit Sporophyten und Eis vom 6. Feburar 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/1000


Wie auch die Farne spielen sie eine entscheidende Rolle in der Evolution - konkret im Landgang - der Pflanzen. Moose sind sozusagen die ältesten landlebenden Pflanzen. Dies wird auch an einigen Eigenschaften im Vergleich mit Samenpflanzen deutlich: Zur sexuellen Fortpflanzung sind Moose noch auf Wasser angewiesen und sie haben einen deutlich sichtbaren Generationswechsel.

Motiv: Laubmoos, das dunkle ist der Sporophyt, vom 16. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/160
 

Moose lassen sich in drei Gruppen einteilen:
1) Laubmoose: Sie sind das, was wir im Allgemeinen unter "Moos" verstehen. 
2) Lebermoose: Sie haben flächigere, meist flach aufliegende Blätter und wachsen gerne in Töpfen im Gewächshaus.
3) Hornmoose: Sie sind die älteste Gruppe der Moose.

Motiv: Auch das ist Laubmoos: Dies sind die etwas anders aussehenden Sporophyten der Jungerman-Mooser (eine Unterklasse der Laubmoose) vom 6. März 2008
Aufnahmedaten: Lumix FZ50 | Nahlinse Raynox 250 | F5,6 | 1/30
 

Der Lebens- / Entwicklungszyklus eines Mooses:
Bei dem, was wir im allgemeinen als "Moos" bezeichnen, also das Moospolster, handelt es sich um den sogenannten Gametophyten. Dieser bildet Eizelle und Spermium, welche zur Befruchtung Wasser benötigen: Das Spermium schwimmt zur Eizelle. Die befruchtete Eizelle (= Zygote) wächst zum Sporophyten aus: Der Sporophyt ist letztlich nur die Sporenkapsel mit dem Stil untendran, also das, was aus dem Moos herausragt. Der Sporophyt ist an den Gametophyten gekoppelt und wird auch von diesem ernährt - er kann nicht selbständig leben. In der Sporenkapsel bilden sich Sporen, die beim Aufreißen der Kapsel durch z.B. Wind verbreitet werden. Daraus wächst wiederum der Gametophyt und der Zyklus kann von vorne beginnen.

Motiv: Laubmoos-Sporophyten vom 16. Februar 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/640


Unter Naturfotografen kommt es immer wieder zur botanisch gesehen falschen Bezeichnung des Sporophyten als Spore oder Moosling.

Motiv: Laubmoos-Sporophyten, Flechte und Schneereste vom 6. Feburar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/640

Montag, 31. Januar 2011

"Mein" Baum


Motiv: Baum mit Misteln, vom 8. Februar 2010
Aufnahmedaten: Canon 40D | Canon 18-55mm @ 55mm | F8 | 1/1000


Vor etwa einem Jahr fand ich nach einiger Suche einen Baum, der meinen Wünschen entsprach: Er stand auf einer Streuobstwiese / Kuhweide relativ frei, war schon etwas älter, einigermaßen zugänglich (wenn gerade keine Kühe da sind) im Hintergrund war der Sonnenuntergang und hatte insbesondere durch die Misteln eine charaktersitische Form. 
Diesen Baum also wollte ich immer wieder besuchen und ihn in unterschiedlichen Situationen fotografieren. 
Unterm Jahr wurde dieses Projekt immer wieder verschoben, aber nach dem starken Schneefall im Dezember wollte ich unbedingt ein Winterfoto machen mit weißem Vorder- und Hintergrund und dem knorzigen Baum als Schattenriss. 
Aber als ich da war, habe ich erst mal lange meinen Baum suchen müssen. Ich dachte schon, er stünde nicht mehr. Nach einiger Suche habe ich ihn gefunden und was musste ich sehen? "Mein" Baum hat sein "Markenzeichen" - die Misteln - verloren! Ob heruntergefallen oder abgeschnitten, sie sind weg. 
Jetzt muss ich ihn entweder weiter verfolgen oder mich auf die Suche nach einem neuen Baum machen....


Motiv: Baum ohne Misteln, vom 28. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 40D | Canon 50mm | F16 | 1/15



Sonntag, 23. Januar 2011

Lestes viridis - die Gemeine Weidenjungfer

Ein Artenportrait

Motiv: Gemeine Weidenjungfer (Lestes viridis), Männchen, vom 12. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4 | 1/60

Allgemeines: 
Teichjungfern (Lestidae) tauchen im Vergleich zu anderen Libellen erst vergleichsweise spät an den Gewässern auf. So fliegt die Gemeine Weidenjungfer (Lestes viridis) erst ab Juli - dafür aber bis in den Oktober. In Deutschland leben 7 Teichjungfernarten. Charaktierstisch für die ganze Familie sind metallisch oder kupferfarbige Partien des Körpers. 

Merkmale:
Die Gemeine Weidenjungfer hat eine Spannweite von etwa 5-5,5cm und ist etwa 4,5cm lang. Damit ist sie die Größte der Lestidae. Diese Art hat keinerlei Bereifung und die dunklen Körperteile sind kupferfarben/metallisch.

kupferfarbene Zeichnung des Thorax'

Eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zu den anderen Arten ist das einfarbig hellbraune Flügelmal.

 Einfarbig braunes Flügelmal

Die Hinterleibsenden des Männchens sind zangenförmig und kann damit bei der Paarung das Weibchen am Hinterkopf packen. Die unteren ("inneren") Hinterleibsanhänge sind im Unterschied zu anderen Lestidae kurz, spitz und gerade.

Hinterleibsanhänge des Männchen


Lebensweise:
Die Gemeine Weidenjungfer ist sehr häufig und auch an künstlich angelegten Gewässern anzutreffen. 
Im Unterschied zu den meisten anderen Libellen legt diese Art ihre Eier nicht an Wasserpflanzen ab, sondern an Ästen, die über die Wasseroberfläche ragen (bevorzugt Weiden). Die Libellen bohren ihre Eier unter die Rinde, die Äste scheinen davon keinen Schaden zu nehmen. Dort überwintern die Eier und im Frühjahr lassen sich die Larven ins Wasser fallen. Hierbei handelt es sich zunächst nur um eine sogenannte Prolarve, die weder Beine noch Mundwerkzeuge hat. Die Prolarve häutet sich an der Wasseroberfläche ein erstes Mal, um dann als Larve mit Beinen usw. ins Wasser abzutauchen. 
Bereits einige Monate später schlüpft die Libelle.

Motiv: Tandem der Gemeinen Weidenjungfer (Lestes viridis) vom 21. August2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 180mm | F5,6 | 1/250

Diese Art ist zwar in Deutschland nicht gefährdet, aber wie alle anderen Libellen nach der Bundesartenschutzverordnung geschützt.


Motiv: Gemeine Weidenjungfer (Lestes viridis), Männchen, vom 12. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4 | 1/80



Literatur:
Bellmann, Heiko: Der neue Kosmos-Insektenführer, Stuttgart 1999, S. 44
Sternberg, Buchwald (Hrsgb): Die Libellen Baden-Württembergs, Band 1, Stuttgart 1999, S, 379ff.  .

Samstag, 15. Januar 2011

Mit breitem Pinselstrich...


Motiv: Kinzig vom 2. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 70mm | F32 | 0,6sec.


....fließt die Kinzig dahin. 
Experimente mit Langzeitbelichtung, Strömung und Sonne.

Dienstag, 11. Januar 2011

Eisige Zeiten

Motiv: Eis vom 27. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 123mm | F16 | 1,6sec.


Wenn es im Winter kalt genug wird, bilden sich auch in Fließgewässern - optimal sind sprudelnde Waldbäche - Eisgebilde. 

Motiv: Eis vom 27. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 157mm | F16 | 2sec.



Es entsteht dabei nicht wie bei einem See eine geschlossene Eisfläche sondern vielmehr entstehen nicht so leicht zu definierende Eisformen durch viele kleine springende Tröpfchen. 

Motiv: Eis vom 27. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 135mm | F11 | 1,6sec.



In diesem Winter war es erst einmal kalt genug. Leider sind die Bäche, die sich für eine Eisbildung eignen teilweise relativ schwer zugänglich. 

Motiv: Winterlandschaft vom 27. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F16 | 1/125.


Auf der Suche nach schönem Eis kamen wir durch winterlich verschneite Landschaften - so viel Schnee hatten wir schon sehr lange nicht mehr. Da die Landschaft und das Eis teilweise fast rein schwarz-weiß wirkte, sind hier auch einige in Schwarz-weiß aufgenommene Bilder dabei.


Motiv: Winterlandschaft vom 27. Dezember 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F16 | 1/125


Seit das Tauwetter eingesetzt hat, ist das Eis weggeschmolzen und auch vom Schnee ist nichts mehr zu sehen.

Motiv: Tauwetter vom 2. Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4 | 1/15


Donnerstag, 6. Januar 2011

Neuland

Motiv: Kohlmeise vom 5.Januar 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 139mm | F4 | 1/125 | ISO400


Neuland ist die Vogelfotografie für mich. 
Und so richtig ernsthaft wie andere Naturfotografen betreibe ich sie auch nicht. 
Dazu fehlen mir Tarnzelt, lange Brennweiten und Zeit.